„Cocaine, couldn’t do it without you.“ – PUMA entgleitet seine #ForeverFaster-Kampage auf Twitter

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„Cocaine, couldn’t do it without you.“ Spätestens als dieser Satz zusammen mit einem Bild von Marco Reus über den offiziellen PUMA-Twitteraccount verbreitet wurde, musste PUMA einsehen, dass ihnen der virale Stunt auf Twitter misslungen war und man stoppte die Kampagne. Aber der Reihe nach.

Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach hat heute auf Twitter mit einem Special seine #ForeverFaster Kampagne beworben. Verschiedene Markenbotschafter wie Marco Reus, Mario Balotelli und Falcao riefen dazu auf, an sie unter dem Stichwort „@Puma #ForeverGraph“ zu twittern.

Im Gegenzug gab es für die Fans ein mit dem eigenen Namen individualisiertes digitales Autogramm. Ich habe es selber zwei Mal ausprobiert und das sah dann wie folgt aus:

Am Anfang beeindruckte die Kampagne durch eine enorme Performance. Die Antwort von PUMA kam dabei beide Male in weniger als einer halben Minute. Diese Reaktion passte definitiv zum Motto #ForeverFaster und PUMA versendete rund 40.000 digitale Autogrammkarten. Außerdem war das Hashtag #Fastergraph schnell ein weltweiter Trend auf Twitter. Soweit so gut.

Schon am Anfang wurde deutlich, dass die Kampagne technisch nicht hunderprozentig rund lief. So konnten beispielsweise Zeichen mit Akzent oder Umlaute nicht dargestellt werden und wurden auf der Karte mit einem unschönen „[]“ ersetzt. Das eigentlich Debakel wurde aber dadurch verursacht, dass es bei PUMA offensichtlich keine Blacklist gab. Ein Twitter-User hatte sich daher kurzum in „Cocaine“ umbenannt und bekamen promt ein Reus-Autogramm mit „Cocaine, couldn’t do it without you.“ zurück. Nachdem sich herumgesprochen hatte, wie die Aktion zu manipulieren ist, gab es noch mehrere unschöne Kombinationen bis PUMA schließlich die Reißleine zog und die Kampagne stoppte.

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Die #ForeverFaster-Kampagne zeigt einmal mehr, dass im Vorfeld auch immer aus der Perspektive potentieller Störenfriede auf eine solche Aktion geschaut werden muss. Die Manipulation der Grafik durch eine einfache Änderung des Twitter-Username hätte PUMA dabei im Vorfeld als Reputationsrisiko auffallen müssen.

Foto: © PUMA Press Centre

Danke an keyflake für den Hinweis bzgl. der Akzente

Marvin Ronsdorf
Marvin Ronsdorf
Marvin, 26 aus Berlin. Ausgestattet mit einer Leidenschaft für Social Media berate ich Sportler und Unternehmen in digitalen Strategien. Ich blogge und twittere (@Marvin_Ronsdorf) über Sport und Digitales - oft in Kombination. Ich konzipiere digitale Strategien und meine persönliche Leidenschaft gilt dabei der Herausforderung, Events und das Livegeschehen einer Sportveranstaltung digital erlebbar zu machen.
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